Ausstellung „Was ich mit mir trage: Gepäckstücke und ihre Fluchtgeschichten“

"Was ich mit mir trage: Gepäckstücke und ihre Fluchtgeschichten", Raffael Rheinsberg, Koffermauer–Klagemauer, 1976/78 Reisekoffer, Taschen, Kunstsammlung der Stadtgalerie Kiel © VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Foto: Susann Becker

„Babasanfur (Schlumpf) ist Liebe.“ sagt der kleine Flüchtlingsjunge. 2004 wurde das Wort Habseligleiten zum Wort des Jahres gekürt. Es drückt die Spannung zwischen dem irdischen Besitz und die im irdischen Leben unerreichbare Seligkeit aus. In der Ausstellung „Was ich mit mir trage: Gepäckstücke und ihre Fluchtgeschichten“ hat das Wort eine zentrale Bedeutung. Was nehmen Flüchtlinge mit aus ihrer Heimat? Was ist für sie so unersätzlich wichtig, dass sie es mitnehmen möchten? Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen hat diese Menschen gefragt. Sie zeigt vom 21. Januar bis 26. März 2017 emotionale Ansätze zum komplexen Thema Flucht.

So wird das MiQua: Das neue Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln

Vorschau MuVorschau Museumsbau Die Archäologische Zone und das Jüdische Museum Köln, MiQua, Screenshot Quelle YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=4Q-2ee2G5Uc (ArchäologischeZone JüdischesMuseum)seumsbau Archäologische Zone und Jüdisches Museum Köln, Screenshot Quelle YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=4Q-2ee2G5Uc (ArchäologischeZone JüdischesMuseum)

Das Wallraf-Richartz-Museum präsentierte Neuigkeiten zu seinem neuen, spannenden Nachbarn MiQua, dem zukünftigen Jüdischen Museum in der Archäologischen Zone in Köln. In einem Vortrag am 9. Februar 2017 präsentierte Dr. Thomas Otten, Gründungsdirektor der Archäologischen Zone/Jüdisches Museum Köln, den aktuellen Stand des Museumprojektes und das Konzept des MiQua. Der Museumsdirektor des Wallraf, Dr. Marcus Dekiert, empfing das Publikum am Eingang zum Vortrag im Stiftersaal.

Ausstellungsreview „Gerhard Richter. Neue Bilder“

Gerhard Richter Abstraktes Bild (946-3), 2016 Öl auf Leinwand 175 x 250 cm © Gerhard Richter 2016 (221116)

Anlässlich des 85. Geburtstages von Gerhard Richter zeigt das Museum Ludwig in Köln noch nie veröffentlichte Bilder des teuersten, lebenden Künstlers (9. Februar – 1. Mai 2017). Kann man Realität überhaupt darstellen? Das ist eine Frage, die den Künstler zentral bewegt. Viele abstrakte, sehr leuchtend bunte Gemälde, die 2016 entstanden, sind in der Schau zu sehen. Zudem werden Klassiker aus Richters Schaffen präsentiert, die sich bereits in der Sammlung Ludwig befanden.

Zum Vortrag: „Unbegreifbar? Undarstellbar? Das „Birkenau“-Bild von Gerhard Richter“

Detail-Screenshot Video Museum Frieder Burda, Ausstellung "Gerhard Richter. Birkenau", Quelle: YouTube

Gerhard Richter beschäftigte sich mit der Darstellbarkeit des Holocaust. In diesen politisch so schwierigen Zeiten ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema wohl mehr als notwendig. Fand er eine Brücke zur malerischen Umsetzung oder ist er zwangsläufig daran gescheitert? Ein Vortrag am 7. Februar 2017 anlässlich der Ausstellung „Gerhard Richter. Neue Bilder“ (9. Februar – 1. Mai 2017) mit Dr. Julian Heynen im Museum Ludwig, Köln. Dr. Julian Heynen war u. a. Ausstellungsleiter der Kunstmuseen Krefeld und künstlerischer Leiter der K21 Kunstsammlung NRW.