Interview: Das Rezept zur Band „Death by Chocolate“

"Death by Chocolate" Konzert am 3. März 2018 im MTC, Köln. Foto Copyright: Kulturklitsche.de

Nachdem ich das „Death by Chocolate“ Konzert im Kölner Rockschuppen MTC am 3. März 2018 besucht habe (hier geht’s zur Kulturklitsche Review), hatte ich Gelegenheit, die Band zu interviewen. Die Fragen beantwortete Daniel Wyttenbach (Synthesizer, Hammond-Orgel).

Den zweiten Teil Eurer „Crooked For You“ Tour habt Ihr u.a. im Rockschuppen MTC in Köln am 3. März 2018 fortgesetzt. Was war der Anstoß für eine Neuauflage bzw. Fortsetzung der Tour?
Daniel: Wir waren bereits im Juni 2017 als Supportband für „Vintage Trouble“ in den größeren deutschen Städten unterwegs. Die Leute und die Stimmung waren so überwältigend, dass wir beschlossen haben im neuen Jahr erneut in Deutschland Konzerte zu spielen.

Was war das Witzigste, was Euch während der Tour passiert ist?
Daniel: Während unserer Tour war es saumäßig kalt. Es war so kalt, dass es sogar einmal während der Fahrt auf der Autobahn von der Decke unseres Bandbuses heruntergeschneit hat. Das war schon ziemlich absurd.

Worauf seid Ihr beim Album „Crooked For You“ besonders stolz?
Daniel: Die Songs auf dem Album stammen zu 100 Prozent von uns. Wir hatten keine Produzenten oder externe Leute, die musikalisch Einfluss genommen hätten. Deshalb kann man sagen, dass „Crooked for You“ ein Album ist, das „Death by Chocolate“ in der jetzigen Phase zu 100 Prozent repräsentiert. Zudem haben wir mit Vance Powell einen Engineer gefunden, der unsere klanglichen Vorstellungen nicht nur genau umsetzen, sondern sogar übertreffen konnte. Das Album klingt aufgeräumt, roh und hat die Energie, die ein Rockalbum unserer Meinung nach haben muss.

Welches ist Dein persönliches Lieblingslied auf der Platte und warum?
Daniel: „No Shore to Come“. Er ist für mich der Song, der sich während den Aufnahmen am meisten entwickelt und eine ganz eigene Stimmung erhalten hat. Er weckt bei mir auch immer wieder Erinnerungen an die Studiozeit in Brüssel, wo wir das Album aufgenommen haben.

Welches Feedback zu dem Album hat Euch besonders überrascht oder gefreut?
Daniel: Die verschiedenen Interpretationen zu unserem Albumcover waren sehr amüsant. Von der zart-schmelzenden Schokokugel bis zum nicht ganz gelungener Designerstuhl war alles dabei.

Wie seid Ihr eigentlich auf das legendäre weltweit erste interaktive Super Slow Motion Musikvideo zu „Tell Me What You See“ gekommen und wie war die Arbeit daran für Euch?
Daniel: Wir haben mit einem guten Freund, der damals noch an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) studiert hat, zusammen das Video gedreht. Es war sozusagen seine Abschlussarbeit. Wir hatten alle sehr großen Spaß. Außer unser Sänger, der allerlei Sachen an den Kopf geworfen bekam. Nun wissen wir aber wenigstens, dass Tomaten ziemlich schmerzhaft sein können.

Woran arbeitet Ihr gerade und worauf können wir uns freuen?
Daniel: Unser Motto für dieses Jahr lautet: „Eifach mache“ (Berndeutsch für Einfach mal machen). Das heißt wir wollen impulsiver und befreit an Sachen arbeiten, worauf wir gerade Lust haben. Das können Veröffentlichungen von einzelnen Songs sein, Musikvideos oder vielleicht einfach mal ein Schlageralbum.

Welche Bands findet Ihr toll? Mit wem würdet Ihr gern mal auftreten?
Daniel: Wir hören viele verschiedene Bands und Künstler, so dass es langsam schwierig wird, einzelne zu nennen. Wenn wir eine Wahl treffen müssten, dann wohl zwischen einer Welttournee mit AC/DC oder einem Unterhaltungsabend mit Helge Schneider.

Findest Du als Musiker hat man irgendeinen Auftrag bzw. lebst Du nach einem bestimmten Prinzip – ob innerhalb der Band oder sonstwie privat?
Daniel: Musik verbindet und das ist eine sehr große Stärke der Musik. Wir als Band sehen es als größtes Kompliment, wenn wir an unseren Konzerten Menschen zusammenbringen und mit ihnen einen großartigen und friedlichen Abend verbringen können. Ich glaube wir leben auch innerhalb der Band nach diesem Prinzip. Ich kenne die Jungs aus der Band seit der Grundschule und den Sänger bereits seit dem Kindergarten und wir sind nicht nur sehr, sehr gute Freunde, sondern man kann unsere Beziehung schon fast als gut funktionierende Ehe betrachten – nicht in allen Bereichen versteht sich (lacht).

Wenn Ihr eine Zeitmaschine hättet – wo würdet Ihr Euch als Band hin beamen und warum?
Daniel: Immer wieder fünf Minuten vor den jeweiligen Gig. Dann darf man einerseits das Konzert nochmals erleben und die Bandkollegen haben das Buffet noch nicht leer gegessen und getrunken.