Erstmals ausgestellt: Widerstand mit „Art et liberté“

Art et Liberté: Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (K20, 15.07. – 15.10.2017) Manifest, Vive l’art dégénéré (Es lebe die entartete Kunst), 1938, Papier, Scottish National Gallery of Modern Art Archive, Edinburgh Foto:© Kunstsammlung NRW

Noch nie wurden die Errungenschaften der antifaschistischen Künstlergruppe „Art et liberté“ ausgestellt. Das K20 in Düsseldorf präsentiert die Sonderausstellung mit dem Untertitel „Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948) bis zum 15. Oktober 2017. Die große Schau fungiert als Einleitung zur Ausstellung „Die exzentrische Moderne“ (ab 10. November 2017).

Opulent und einsichtsreich: „Gustav Klimt: Sämtliche Gemälde“

"Gustav Klimt: Sämtliche Gemälde", Copyright: Cover © TASCHEN / Photographe Luciano ROMANO, société Compagnie Immobilière SAS et consorts STOCLET Bildunterschrift: Cover of the German edition, Artikelbild Kulturklitsche

Der Taschen Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, die sich leidenschaftlich streitende damalige Tagespresse – Klimt war auch ein skandal-umwitterter Künstler – wie auch die damalige Fachliteratur erstmals so ausgewertet zu Wort kommen zu lassen. Erfolg, Prestige, Schaffenskrise und Neuerfindung des Künstlers werden erläutert. Details der ornamentalen Werke, die es zum Teil noch nirgends anders gab, werden in zahlreichen Bildern in „Gustav Klimt: Sämtliche Gemälde“ offenbar. Dabei ist das Material durch die beeindruckenden Detailabbildungen beinahe spürbar.

„Kunst ins Leben!“ Der Sammler Hahn und die 60er Jahre

Daniel Spoerri Hahns Abendmahl, 1964 verschiedene Materialien 200 x 200 x 38 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: mumok, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln, "Kunst ins Leben" Museum Ludwig

Künstler im Europa der 60er Jahre hatten das Ziel, ein Zeichen gegen die faschistischen und nationalsozialistischen Zeiten zu setzen und die alt bewährten Kunsttraditionen mit neuen Konzepten durcheinander zu wirbeln. In Köln baute der Kunstsammler Wolfgang Hahn in dieser Zeit eine Sammlung jener Kunst auf, die im ganzen Rheinland ihresgleichen suchte.

Ausstellungseröffnung „Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern“

"Basil Crage", Figurine "Spielrausch" aus "Halloh! Die große Revue" von Paul Lincke. "Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern" im MAKK (Museum für Angewandte Kunst) Köln.

„Kultur ist ein unendliches Spiel“ und „Spiele sind angewandte Kunst“, sagte die Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln im Museum für Angewandte Kunst Köln bei der Eröffnung der Ausstellung „Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern“. Kurz vor der größten Games-Messe, der gamescom in Köln, lässt das MAKK in seine Ausstellung vom 19. August 2017 bis zum 4. Februar 2018 in sechs Leveln in die Welt des Spielens eintauchen. Vollkommen neu: Via WhatsApp kann jeder Besucher auf seinem Smartphone kostenfrei den Ausstellungsguide nutzen und mit seinen eigenen Kopfhörern anhören.

Ein (fast) leeres Museum: Zehn Jahre Kolumba

Kolumba Museum, 10 Jahre, fast leeres Haus, Artikel Kulturklitsche.de

Stellen Sie sich vor, eines der schönsten Museen in Deutschland, bestückt mit hochwertigen Materialien bei einem minimalistischen, aber großzügigen Bau, räumt seine Räume fast leer. Die teils weiten, klaren und leeren Räume kann der Besucher erstmals ohne Ausstellungsobjekte unvermittelt auf sich wirken lassen. Und das sogar bei freiem Eintritt vom 19. bis zum 21. August 2017 unter dem Leitsatz: „Zehn Jahre Kolumba – Das (fast) leere Haus!“.

1937. Die Aktion „Entartete Kunst“ in Düsseldorf

Ehrenhof während der Ausstellung_Entartete Kunst_1938, links im Bild Otto Teich-Balgheim, rechts Werner Doede © Stadtmuseum Düsseldorf F7108

Die deutschen Museen verloren 1937 die Mehrheit ihrer Kunst des frühen 20. Jahrhunderts durch die Beschlagnahme sogenannter „entarteter“ Kunst – über 20.000 Werke. Über 1000 Kunstwerke entwendeten die Nationalsozialisten der Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf (heute Museum Kunstpalast). In der Reihe „SPOT ON“ zeigt der Museum Kunstpalast vom 14. Juli 2017 bis Sommer 2018 einige dieser damals sogenannten „entarteten“ Werke.

Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“

Rassendiagnose Zigeuner NS-Dokumentationszentrum Kulturklitsche

Im Fokus der Sonderausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ steht der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Das NS-DOK zeigt vom 7. Juli bis 8. Oktober 2017 die bedeutende Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.