Art Cologne 2018: Talks, Fotos, Besonderheiten

Art Cologne 2018 "Eau de Cologne" von Patrick Hughes. Messe-Review, Foto copyright: Kulturklitsche.de

Die wichtigste Kunstmesse Europas, die Art Cologne, zeigt jedes Jahr die angesagteste Kunst der ausstellenden Galerien in den Bereichen Klassische Moderne, Nachkriegskunst und zeitgenössische Kunst. Wer hier ausstellt, der bewegt etwas in der Kunst. Auch Talks mit wichtigen Persönlichkeiten der Kunstszene bietet die Art Cologne (19. bis 22. April 2018). 1967 debütierte die Messe im Kölner Gürzenich, doch schon lange ist sie in den Köln Deutzer Messehallen zu Hause.

Liebe zu Köln: Wallraf rettete Kunst

Der Kunstsammeler, Rektor der damaligen Kölner Universität und Theologe Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) vermachte seiner Heimatstadt eine gewaltige Sammlung ungeordneter, sehr verschiedener Kunststücke – zur Wahrung der Kunst für die Nachwelt. Auch zu Lebzeiten war diese schon für Zeitgenossen wie Goethe und Schlegel interessant. Längst sind diese Zeichnungen, Gemälde, antike Möbel, Rüstungen, Waffen, Münzen, Mineralien, Briefe, Bücher und weiteres sortiert und auf die diversen Museen der Stadt aufgeteilt. Zu Ehren Wallrafs zeigt das Wallraf-Richartz-Museum mit „Wallraf’s Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ nun geeint die vielfältige Sammlung (bis 8. Juli 2018).

Umfassend und aufklärend: „Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen“

Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) Divan Japonais 1892/93 Farblithografie auf Velinpapier 80,7 x 61,4 cm, auch in "Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen", in der Bundeskunsthalle Bonn bis zum 11.3.2018, Ausstellungsreview Kulturklitsche

Der Kunstfund Gurlitt erregte großes Aufsehen: Sind die Werke dem NS-Kunstraub zuzuordnen? Lagen sie als entartete Kunst verborgen? Die zahlreichen Funde sind für eine breite Öffentlichkeit nun in der Bundeskunsthalle Bonn zugänglich. Die dortigen 250 Werke beschäftigen sich vor allem mit dem NS-Kunstraub und den damaligen, schicksalhaften Erlebnissen der Menschen in der jüdischen Kunstszene. Die Ergebnisse einer groß angelegten Provenienzforschung der Forschung nach der Herkunft der Werke aus dem Nachlass Cornelius Gurlitts, vermittelt die Bundeskunsthalle Bonn in einer insgesamt riesigen und in mehrere, kleine Themenräume strukturierte Schau.

„Crooked For You“: Death by Chocolate mit stimmungsvollem Konzert

Death by Chocolate, Konzert im MTC, Köln, Konzertreview der Kulturklitsche, Foto: River Concerts

Rock’n’Roll, eine Prise Elvis, Chuck Berry und Black Rebel Motorcycle Club: Das sind „Death by Chocolate“, die Rockband, die den zweiten Teil ihrer „Crooked For You“ Tour nun u.a. im Rockschuppen MTC in Köln fortsetzte. Das krachende und stimmungsvolle Konzert war rund, es gab sowohl rockige Gitarrenriffs und Songs zum Tanzen, als auch ruhige, chillige Klänge, die melodiös genießen ließen. Das Album „Crooked For You“ kam nunmal immer noch sehr gut an.

Intensiv & inbrünstig: Algiers Konzert im Artheater

Algiers The Underside of Power Konzert Artheater Koeln, Kulturklitsche. Foto: Joe Dilworth

Die Band Algiers ließ bei vollem Haus am Freitag, den 23. Februar das Artheater in Köln vibrieren. Die Vier (aus New York, London, Atlanta) machen dystopischen, experimentellen Soul, der nicht nur unter die Haut geht, sondern auch in die politische Seele greift. Die Songs ihres neuen Albums „The Underside Of Power“ sind ein musikalischer Kommentar zur aktuellen Weltlage und der darin lebenden Menschen.

Alles fließt: „James Rosenquist. Eintauchen ins Bild“

James Rosenquist bei der Arbeit an Star Thief (Sternenräuber), 1980 Art: © Estate of James Rosenquist/VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: © Estate of Bob Adelman/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die Sonderausstellung und Überblicksschau zu „James Rosenquist. Eintauchen ins Bild“ im Museum Ludwig, Köln, ist nicht nur deshalb gigantisch, da Rosenquist eine Menge großformatige Malerei der amerikanischen Pop Art erstellt hat, sondern auch, weil über zwei Etagen hinweg eine riesige Anzahl an Werken, Collagen als Quellmaterial und Archivunterlagen vorhanden sind (bis 4. März 2018). Werbung aus unzähligen Life-Magazinen nutzte Rosenquist als Collagen-Material, um seine politisch-sozial motivierten Motive damit zu füttern. Vor seinem Tod 2017 konnte der Künstler Konzept und Werkauswahl im Museum Ludwig noch beeinflussen und begleiten.

Rolo Tomassi concert in London: Review and interview

Pressefoto Rolo Tomassi, Fleet Union UG

Rolo Tomassi may be one of the most singular bands in today’s heavy-music scene. Since the band’s inception in 2005 they never relented from experimenting and pushing their music to new extents while confidently keeping a distinct recognizable sound. Never being too concerned about fitting their music in a box, they incorporate elements from genre’s all across the board with mathcore, hardcore punk, jazz and progressive rock being some of them. I have been lucky enough to catch their latest show at „The Borderline“ in London on the 4th of November 2017.