„Spätestens seitdem Gott für tot erklärt wurde, ist jeder einsam.“ Michael Haneke auf der lit.Cologne

Michael Haneke signiert auf der lit.Cologne 2018 nach dem Event: „Ich bin gern der, der in die Wunde hineinsticht“ – Michael Haneke über Michael Haneke. Foto: Copyright Kulturklitsche.de

Die lit.Cologne 2018 hat den vielfach Oscar preisgekrönten, österreichischen Regisseur Michael Haneke für sich gewinnen können. Ob „Das weiße Band“, „Funny Games U.S.“, „Das Schloss“ oder „Liebe“, seine Filme gehen unter die Haut und rütteln mehr auf, als das sie leicht verdauliche Kost sind. Im besten Fall solle der Zuschauer verändert sein, nach dem Film, so Haneke. Das Schreiben seiner Drehbücher sei ihm wichtiger, als die Dreharbeiten. Der Moderator und Kulturredakteur Knut Elstermann fragt Haneke im Kölner WDR Funkhaus am 14. März 2018, was sein Motor sei, wie er schreibe und wie das Geschriebene in den Einklang mit dem großen Ganzen des Films komme.

Erstmals ausgestellt: Widerstand mit „Art et liberté“

Art et Liberté: Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (K20, 15.07. – 15.10.2017) Manifest, Vive l’art dégénéré (Es lebe die entartete Kunst), 1938, Papier, Scottish National Gallery of Modern Art Archive, Edinburgh Foto:© Kunstsammlung NRW

Noch nie wurden die Errungenschaften der antifaschistischen Künstlergruppe „Art et liberté“ ausgestellt. Das K20 in Düsseldorf präsentiert die Sonderausstellung mit dem Untertitel „Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948) bis zum 15. Oktober 2017. Die große Schau fungiert als Einleitung zur Ausstellung „Die exzentrische Moderne“ (ab 10. November 2017).

„Meine Zeit mit Cézanne“: Ein tiefer Einblick in zwei Künstlerseelen

Pressebild pathefilms.ch, "Meine Zeit mit Cézanne" mit Guillaume Canet & Guillaume Galienne; autorisée dans le contexte de la promotion du film.

Die tiefe Freundschaft zwischen den Impressionisten Émile Zola und Paul Cézanne, die im Film „Meine Zeit mit Cézanne“ mitreißend erzählt wird, begann im Frankreich des 19. Jahrhunderts, wie vielleicht viele Freundschaften heute in Deutschland und auf der ganzen Welt beginnen: Der junge Zola zieht nach Aix-en-Provence und wird allein auf Grund seines ausländischen Namens von ein paar Mitschülern auf dem Schulhof belästigt. Cézanne verteidigt ihn und zögert nicht, sich für Zola zwischen ihn und die rüpelnde Meute zu werfen.