Ausstellungsreview „Gerhard Richter. Neue Bilder“

Gerhard Richter Abstraktes Bild (946-3), 2016 Öl auf Leinwand 175 x 250 cm © Gerhard Richter 2016 (221116)

Anlässlich des 85. Geburtstages von Gerhard Richter zeigt das Museum Ludwig in Köln noch nie veröffentlichte Bilder des teuersten, lebenden Künstlers (9. Februar – 1. Mai 2017). Kann man Realität überhaupt darstellen? Das ist eine Frage, die den Künstler zentral bewegt. Viele abstrakte, sehr leuchtend bunte Gemälde, die 2016 entstanden, sind in der Schau zu sehen. Zudem werden Klassiker aus Richters Schaffen präsentiert, die sich bereits in der Sammlung Ludwig befanden.

Zum Vortrag: „Unbegreifbar? Undarstellbar? Das „Birkenau“-Bild von Gerhard Richter“

Detail-Screenshot Video Museum Frieder Burda, Ausstellung "Gerhard Richter. Birkenau", Quelle: YouTube

Gerhard Richter beschäftigte sich mit der Darstellbarkeit des Holocaust. In diesen politisch so schwierigen Zeiten ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema wohl mehr als notwendig. Fand er eine Brücke zur malerischen Umsetzung oder ist er zwangsläufig daran gescheitert? Ein Vortrag am 7. Februar 2017 anlässlich der Ausstellung „Gerhard Richter. Neue Bilder“ (9. Februar – 1. Mai 2017) mit Dr. Julian Heynen im Museum Ludwig, Köln. Dr. Julian Heynen war u. a. Ausstellungsleiter der Kunstmuseen Krefeld und künstlerischer Leiter der K21 Kunstsammlung NRW.

„Von Dürer bis van Gogh“: Wie wirken Bilderpaare im Dialog miteinander?

Alfred Sisley, Regatta in Hampton Court, 1874, Öl auf Leinwand, Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Zürich, Vermächtnis Dr. Dieter Bührle, Foto: Dominic Büttner, Zürich

Was hat ein Dürer aus dem 16. Jahrhundert mit einem Gemälde von Georges Braque aus dem Jahr 1912 zu tun? Was ein Stilleben aus dem 17. Jahrhundert von Willem Claesz Heda mit einem Stilleben von Picasso aus dem 20. Jahrhundert? Wie führte der Impressionimus in die Moderne? Die Ausstellung „Von Dürer bis van Gogh“, welche nur in Köln zu sehen sein wird, gibt mit Meisterwerken des Mittelalters bis ins 20. Jahrhundert Antworten auf diese Fragen. Die Sammlung Bührle trifft auf diese des Wallraf-Richartz-Museums in Köln (23. September 2016 bis 29. Januar 2017 – auf Grund des Erfolgs verlängert bis zum 12. Februar 2017).

40 Jahre Museum Ludwig: Ausstellung „Wir nennen es Ludwig“

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Wo steht das Museum Ludwig nach 40 Jahren, sowohl im internationalen Vergleich, als auch in Konkurrenz zu sich selbst? Wie standfest steht das Ludwig gegen die Kritik der 25 geladenen internationalen KünstlerInnen und Künstlerkollektive? Die Jubiläumsausstellung „Wir nennen es Ludwig“ hatte keine Scheu, nein, sah die Notwendigkeit, sich mit sich selbst als Institution auseinanderzusetzen.