Liebe zu Köln: Wallraf rettete Kunst

Stefan Lochner, Weltgericht, um 1435, Eichenholz, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: RBA Köln

Der Kunstsammeler, Rektor der damaligen Kölner Universität und Theologe Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) vermachte seiner Heimatstadt eine gewaltige Sammlung ungeordneter, sehr verschiedener Kunststücke – zur Wahrung der Kunst für die Nachwelt. Auch zu Lebzeiten war diese schon für Zeitgenossen wie Goethe und Schlegel interessant. Längst sind diese Zeichnungen, Gemälde, antike Möbel, Rüstungen, Waffen, Münzen, Mineralien, Briefe, Bücher und weiteres sortiert und auf die diversen Museen der Stadt aufgeteilt. Zu Ehren Wallrafs zeigt das Wallraf-Richartz-Museum mit „Wallraf’s Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ nun geeint die vielfältige Sammlung (bis 8. Juli 2018).

Alles fließt: „James Rosenquist. Eintauchen ins Bild“

James Rosenquist bei der Arbeit an Star Thief (Sternenräuber), 1980 Art: © Estate of James Rosenquist/VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: © Estate of Bob Adelman/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die Sonderausstellung und Überblicksschau zu „James Rosenquist. Eintauchen ins Bild“ im Museum Ludwig, Köln, ist nicht nur deshalb gigantisch, da Rosenquist eine Menge großformatige Malerei der amerikanischen Pop Art erstellt hat, sondern auch, weil über zwei Etagen hinweg eine riesige Anzahl an Werken, Collagen als Quellmaterial und Archivunterlagen vorhanden sind (bis 4. März 2018). Werbung aus unzähligen Life-Magazinen nutzte Rosenquist als Collagen-Material, um seine politisch-sozial motivierten Motive damit zu füttern. Vor seinem Tod 2017 konnte der Künstler Konzept und Werkauswahl im Museum Ludwig noch beeinflussen und begleiten.

Zum 500. Geburtstag: „Tintoretto – A star was born“ & Kuratoren-Vortrag

Sonderausstellung "A star was born", Wallraf-Richartz-Museum Köln; Jacopo Tintoretto, Liebeslabyrinth, um 1538 und um 1552, Öl auf Leinwand, 147 x 200 cm, Royal Collection Trust/© Her Majesty Queen Elizabeth II. Foto: © Her Majesty Queen Elizabeth II

Die Sonderausstellung „Tintoretto – A Star was Born“ (6. Oktober bis 28. Januar 2018) im Wallraf Richartz Museum Köln konzentriert sich auf die produktive und spannende Zeit des jungen Jacopo Tintoretto (*1518/19 Venedig bis Venedig 1594). Die Schau beleuchtet den Kontext des Malers in der Wasserstraßenstadt Venedig, seinem out-of-the-box Denken und damit einhergehender Innovationen, wie auch die Entstehung seiner Werke im Zusammenhang mit der alltäglichen, künstlerischen Praxis.

Ausstellungseröffnung „Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern“

"Basil Crage", Figurine "Spielrausch" aus "Halloh! Die große Revue" von Paul Lincke. "Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern" im MAKK (Museum für Angewandte Kunst) Köln.

„Kultur ist ein unendliches Spiel“ und „Spiele sind angewandte Kunst“, sagte die Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln im Museum für Angewandte Kunst Köln bei der Eröffnung der Ausstellung „Im Spielrausch. Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern“. Kurz vor der größten Games-Messe, der gamescom in Köln, lässt das MAKK in seine Ausstellung vom 19. August 2017 bis zum 4. Februar 2018 in sechs Leveln in die Welt des Spielens eintauchen. Vollkommen neu: Via WhatsApp kann jeder Besucher auf seinem Smartphone kostenfrei den Ausstellungsguide nutzen und mit seinen eigenen Kopfhörern anhören.

Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“

Rassendiagnose Zigeuner NS-Dokumentationszentrum Kulturklitsche

Im Fokus der Sonderausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ steht der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Das NS-DOK zeigt vom 7. Juli bis 8. Oktober 2017 die bedeutende Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.