Liebe zu Köln: Wallraf rettete Kunst

Stefan Lochner, Weltgericht, um 1435, Eichenholz, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto: RBA Köln

Der Kunstsammeler, Rektor der damaligen Kölner Universität und Theologe Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) vermachte seiner Heimatstadt eine gewaltige Sammlung ungeordneter, sehr verschiedener Kunststücke – zur Wahrung der Kunst für die Nachwelt. Auch zu Lebzeiten war diese schon für Zeitgenossen wie Goethe und Schlegel interessant. Längst sind diese Zeichnungen, Gemälde, antike Möbel, Rüstungen, Waffen, Münzen, Mineralien, Briefe, Bücher und weiteres sortiert und auf die diversen Museen der Stadt aufgeteilt. Zu Ehren Wallrafs zeigt das Wallraf-Richartz-Museum mit „Wallraf’s Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ nun geeint die vielfältige Sammlung (bis 8. Juli 2018).

Zum 500. Geburtstag: „Tintoretto – A star was born“ & Kuratoren-Vortrag

Sonderausstellung "A star was born", Wallraf-Richartz-Museum Köln; Jacopo Tintoretto, Liebeslabyrinth, um 1538 und um 1552, Öl auf Leinwand, 147 x 200 cm, Royal Collection Trust/© Her Majesty Queen Elizabeth II. Foto: © Her Majesty Queen Elizabeth II

Die Sonderausstellung „Tintoretto – A Star was Born“ (6. Oktober bis 28. Januar 2018) im Wallraf Richartz Museum Köln konzentriert sich auf die produktive und spannende Zeit des jungen Jacopo Tintoretto (*1518/19 Venedig bis Venedig 1594). Die Schau beleuchtet den Kontext des Malers in der Wasserstraßenstadt Venedig, seinem out-of-the-box Denken und damit einhergehender Innovationen, wie auch die Entstehung seiner Werke im Zusammenhang mit der alltäglichen, künstlerischen Praxis.

So wird das MiQua: Das neue Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln

Vorschau MuVorschau Museumsbau Die Archäologische Zone und das Jüdische Museum Köln, MiQua, Screenshot Quelle YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=4Q-2ee2G5Uc (ArchäologischeZone JüdischesMuseum)seumsbau Archäologische Zone und Jüdisches Museum Köln, Screenshot Quelle YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=4Q-2ee2G5Uc (ArchäologischeZone JüdischesMuseum)

Das Wallraf-Richartz-Museum präsentierte Neuigkeiten zu seinem neuen, spannenden Nachbarn MiQua, dem zukünftigen Jüdischen Museum in der Archäologischen Zone in Köln. In einem Vortrag am 9. Februar 2017 präsentierte Dr. Thomas Otten, Gründungsdirektor der Archäologischen Zone/Jüdisches Museum Köln, den aktuellen Stand des Museumprojektes und das Konzept des MiQua. Der Museumsdirektor des Wallraf, Dr. Marcus Dekiert, empfing das Publikum am Eingang zum Vortrag im Stiftersaal.

„Von Dürer bis van Gogh“: Wie wirken Bilderpaare im Dialog miteinander?

Alfred Sisley, Regatta in Hampton Court, 1874, Öl auf Leinwand, Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Zürich, Vermächtnis Dr. Dieter Bührle, Foto: Dominic Büttner, Zürich

Was hat ein Dürer aus dem 16. Jahrhundert mit einem Gemälde von Georges Braque aus dem Jahr 1912 zu tun? Was ein Stilleben aus dem 17. Jahrhundert von Willem Claesz Heda mit einem Stilleben von Picasso aus dem 20. Jahrhundert? Wie führte der Impressionimus in die Moderne? Die Ausstellung „Von Dürer bis van Gogh“, welche nur in Köln zu sehen sein wird, gibt mit Meisterwerken des Mittelalters bis ins 20. Jahrhundert Antworten auf diese Fragen. Die Sammlung Bührle trifft auf diese des Wallraf-Richartz-Museums in Köln (23. September 2016 bis 29. Januar 2017 – auf Grund des Erfolgs verlängert bis zum 12. Februar 2017).